Frankfurt: „Monets Küste – Die Entdeckung von Étretat" im Städel-Museum
An einem schönen Sommertag besuchte der Koblenzer Bildungsverein mit 35 Teilnehmern die Sonderausstellung „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat". Auf der Fahrt nach Frankfurt gab Romy Zahren wieder eine fundierte Einführung, sowohl zur Ausstellung im Städel als auch zum Nachmittagsprogramm mit dem Besuch des Palmengartens.

Ein französisches Fischerdorf wird zum Mythos. Étretat, in der Normandie, an der Atlantikküste gelegen, zog im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in den Bann. Vor allem Claude Monet war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren – der Porte d'Amont, der Porte d'Aval und der Manneporte – derart fasziniert, dass er ihr zahlreiche Gemälde widmete. Das Städelmuseum präsentierte gemeinsam mit dem Musée des Beaux-Arts de Lyon eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung von Étretat und den Einfluss des Ortes. Bei einer Führung konnten wir herausragende Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und historische Dokumente aus französischen, deutschen und weiteren internationalen Museen sowie Privatsammlungen sehen und waren fasziniert von der aufregend schönen und zugleich bedrohlichen Klippenlandschaft Étretats.
Nach einer Mittagspause besuchten wir den Palmengarten, das Tor zur Welt der Pflanzen. Im Jahre 1866 wurde das Herzogtum Nassau von Preußen annektiert. Die vorhandenen Pflanzenschätze der Biebricher Wintergärten wurden zum Kauf angeboten und von Heinrich Siesmayer für die Bürger/innen der Stadt Frankfurt erworben. Durch deren Engagement entstand aus diesen fremden Pflanzenschätzen der Palmengarten, der am 16. März 1871 eröffnet wurde und nun 150 Jahre alt geworden ist. Pflanzen aus aller Welt, ein alter Baumbestand, Wiesen und Wasser, Wildheit und Wissen, Kunst und Kultur – der Palmengarten ist ein Ort, der seinesgleichen sucht.
Seit 2012 gehört auch der traditionsreiche wissenschaftliche Botanische Garten zum Palmengarten und bereichert das Angebot mit seinen Pflanzenbiotopen der heimischen und regionalen Flora sowie einer Arbeit für den Erhalt der Biodiversität. Bei einem ausgedehnten Spaziergang konnten wir das Beste des Palmengartens erleben. Herzstück des Gartens ist das Palmenhaus, das in seiner Konstruktion an eine Bahnhofshalle erinnert und eine Vielzahl faszinierender Palmen beinhaltet. Wir lernten Kakaobaum, Kokospalme und die riesigen etwa 200 Jahre alten Schwiegermuttersitz Kakteen kennen. Aber auch draußen gab es viel zu erkunden wie majestätische Baumveteranen, Blumenwiesen für Insekten oder den duftenden Rosengarten.
Nach einem Tag voller Kunst und Natur brachte uns unser Fahrer Thomas Tauchert vom Busunternehmen Kröber wieder gut und sicher nach Koblenz zurück.
Termin: Donnerstag, 18. Juni 2026
Abfahrt: 8:30 Uhr Koblenz, Reisebusbahnhof
Leistungen: Busfahrt, Führungen, Eintritte (Anteil 23,00 € p.P.)
Preis: Mitglieder: 50,00 €, Gäste: 55,00 €
Rückkunft: gegen 20.00 Uhr
Leitung: Romy Zahren
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