www.koblenzer-bildungsverein.de / Rückblick > Schätze der Heimat - Bacharach und Oberwesel
.

Schätze der Heimat - Bacharach und Oberwesel

Besondere Gotteshäuser am Mittelrhein
Donnerstag, 16. April 2026

Nach dem Besuch der beiden Kirchen in Boppard haben wir unsere Serie "Schätze der Heimat" mit einem Tagesausflug nach Bacharach und Oberwesel fortgesetzt.
Trotz zurzeit äußerst schwieriger Bahnverbindungen auf der linken Rheinstrecke starteten wir einigermaßen pünktlich mit der Mittelrheinbahn (RB 26) zu unserem ersten Ziel Bacharach.
Der Ort unterhalb der Burg Stahleck ist bis heute einer der schönsten am Mittelrhein. Der Welterbe-Führer Gerhard Becker zeigte uns die offensichtlichen und versteckten Schönheiten Bacharachs. Fasziniert von der Fachwerkidylle bestaunten wir die Monumente, wie die Ruine der spätgotischen Wernerkapelle und die teils noch intakte Stadtmauer.

Gruppe in Bacharach

Herr Becker erklärte uns die Bedeutung des ehemaligen Stapelortes Bacharach im Mittelalter und der Vier-Täler-Gemeinden, die seit dem 30-jährigen Krieg protestantisch sind und wies auf die heutige Belastung des Ortes durch den Bahnlärm hin. Auf eigene Faust konnten die Teilnehmer noch die Gassen oder die imposante spätromanische, heute evangelische, Kirche Sankt Peter besichtigen.
Während unsere Mittagspause stärkten wir uns im mittelalterlichen Ambiente der Touristengemeinde Bacharach und waren uns allerdings einig, dass hier – bei aller Schönheit – noch einiges zu tun ist, um bis zur Buga 2029 ein attraktives Ziel zu werden!
Dann ging es zurück mit dem Zug nach Oberwesel. Dort erwartete uns der Höhepunkt des Tages mit der ausführlichen Besichtigung der Liebfrauenkirche. Sie ist eine der bedeutendsten Kirchen am gesamten Mittelrhein. Dort wurde 2009 auch die Welterbe-Urkunde für das Unesco-Welterbe Oberes Mittelrheintal von den Ministerpräsidenten der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen unterzeichnet.

Oberwesel, Koblenz-Darstellung von 1490

Unser versierter Kirchenführer, Herr Hermann J. Bappert, zeigte uns die um 1490 entstandenen Fresken – unter anderem die älteste Darstellung der Stadt Koblenz mit St. Florin, St. Katharina und St. Castor vor der Moselmündung. Er erläuterte uns mit viel Engagement nicht nur die Baugeschichte dieser einmaligen Kirche, sondern ermöglichte uns in seiner Begleitung den berühmten Goldaltar ganz aus der Nähe anzuschauen. Die spannenden Geschichten von der Entstehung um 1340, über den Ende Februar 1975 erfolgten Raub von 53 geschnitzten Figuren und der jahrzehntelangen Suche bis zur Wiederherstellung im Jahr 2009, ließen die Zeit wie im Fluge vergehen. Wir hätten noch viel länger zuhören mögen und viele haben beschlossen, in dieses besondere Gotteshaus zurückzukehren.
Aber nach so viel Kultur muss man auch der großartigen Weinkultur des Mittelrheines huldigen und in der Weinstube Hoffmann in Oberwesel ließen wir diesen Tag mit regionalen Köstlichkeiten, wie Spundekäs, ausklingen. Mit müden Füßen aber belebtem Geist ging es zurück mit der Bahn nach Koblenz.
Alle waren sich einig: ein toller Tag voller Kultur und Genuß in unserer Heimat.

Termin: Donnerstag, 16. April 2026
Treffpunkt: 8:45 Uhr, Koblenz Hbf., Bahnhofsvorhalle, Abfahrt um 9:04 Uhr
Rückfahrt: ca. 19 Uhr ab Oberwesel
Leistungen: Bahnfahrt, Führung durch Bacharach und in der Liebfrauenkirche von Oberwesel
Leitung: Romy Zahren
Preis: Mitglieder: 25,00 € , Gäste 30,00 €

.

Powered by Papoo 2016
587468 Besucher