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Claude Monet in der Fondation Beyeler in Basel

3-tägige Kultur- und Studienreise vom 5. bis 7. April 2017

Anlass für unsere Reise in die Südwestecke Deutschlands und nach Basel war die Sonderausstellung mit Gemälden von Claude Monet in der Fondation Beyeler in Basel, die wir mit einem Besuch des Vitra-Campus in Weil am Rhein und der Stadt Freiburg verbanden.

1.Tag, Mittwoch:  Weil am Rhein – Vitra-Museum und Campus
Mit unserem bewährten Fahrer Jakob Hauprichs starteten wir um 7 Uhr morgens gen Süden nach Weil am Rhein. Bei Sonnenschein grüßte das große Vitrahaus der Baseler Architekten  Herzog & de Meuron schon von weitem. Auf dem Gelände angekommen luden gleich die gelben Panton-chairs zum Sitzen unter blühenden Kirschbäumen ein.

Weil, Vitra-Haus der Archit. Herzog & de Meuron

Wir wurden von einer Mitarbeiterin der Firma empfangen, die uns kurz instruierte, dass wir nun auf das eigentliche Produktionsgelände gingen und im ersten Fabrikationsgebäude von Frank Gehry (1989) in der Kantine unser Mittagessen – ein 3 Gänge-Menu – einnehmen würden. Nach dem Abschlusskaffee wurden wir zur Architekturführung (in zwei Gruppen) über den Vitra-Campus abgeholt.

Die Firma Vitra entstand 1950 zunächst als Produktionsstätte von Stühlen und diversen Möbeln. Nach einem Großbrand auf dem Gelände 1981 ergab sich für den Sohn des Baseler Gründers – Ralf Fehlbaum – die Gelegenheit neue Fabrikationshallen zu bauen. Seit dieser Zeit wurden mit weltweit renommierten Architekten Bauten errichtet. Das bekannteste Haus ist das 1989 gebaute Vitra-Museum von Frank Gehry, sein erstes Bauwerk in Europa. Als bisher letzte kamen 2010 und 2012 zwei Bauten der weltbekannten Architekten Herzog & de Meuron hinzu.

Dome von R. Buckminster Fuller (1895-1983)

Bei unserem zweistündigen Rundgang besichtigten wir den Dome (Geodätische Kuppel) des Amerikaners  Richard Buckminster Fuller, einen leicht montierbaren Kuppelbau. Es folgten verschiedene Fabrikationsgebäude z.B. vom Portugiesen Álvaro Siza (ein Backsteinbau von 1994), vom Briten Nicholas Grimshaw (eine der ersten Produktionshallen im funktionalen Industriedesign von 1981) und von SANAA. Das japanische Architekturbüro verband die Ästhetik des japanischen Minimalismus mit raffinierten Proportionen und transparentem Material, als es 2012 zwei halbrunde Betonschalen zu einem Kreis anordnete.

Weil, Feuerwache für Vitra von Zaha Hadid

Nach dem Großbrand von 1981 richtete Vitra eine Werksfeuerwehr ein, die zunächst in Schuppen unterkam. Die im Irak geborene Architektin Zaha Hadid (1950–2016), war 1993 mit dem Bau eines Feuerwehrhauses für Vitra beauftragt worden, das mit seiner durchdachten Inneneinrichtung überzeugte. Zaha Hadid erhielt 2004 als erste Frau die bedeutendste Ehrung in der Architektur, den Pritzker-Architektur-Preis.

Weil, Konferenzpavillon von Tadao Ando

Zum Abschluss besichtigten wir den ganz aus Sichtbeton und viel Glas bestehenden Konferenzpavillion des Japaners Tadao Ando (1993).

Die zuletzt errichteten Gebäude von Herzog & de Meuron, das Vitrahaus – Ausstellungsort von Wohnwelten, Shop und Restaurant – und das Schaudepot – Platz für Sammlungsstücke und Dauerausstellung der Stühle und Büroeinrichtungen – konnten alleine besucht werden, da sie auf dem öffentlich zugänglichen Teil des Werkes liegen.

So bestand auch die Möglichkeit die Sonderausstellung „Hello Robot“ im Vitra-Museum von Frank Gehry zu besuchen, in der es um das Design zwischen Mensch und Maschine ging und die enorme Zunahme der Roboter und deren Einsatz veranschaulicht wurde, was teils begeisterte, aber auch nachdenklich machte.

Angefüllt mit vielen tollen Eindrücken ging es am Abend in den Bus und nach Schallstadt-Mengen in unser Hotel Alemannenhof. Nach dem Abendessen beendeten die meisten Teilnehmer den Tag recht früh.

2. Tag, Donnerstag: Basel Fondation Beyeler und Innenstadt
Bei herrlichem Wetter ging es in einer einstündigen Busfahrt nach Basel-Riehen. Das Museum Beyeler, von einem idyllischen Park umgeben, wurde 1997 eröffnet und ist das Werk des italienischen Stararchitekten Renzo Piano.

Fondation Beyeler, Archit. R. Piano

Die Fondation Beyeler hat zum 20-jährigen Bestehen dieses Privatmuseums ihrem bedeutenden Sammlungskünstler Claude Monet eine Ausstellung gewidmet. Sie vereinte 50 Meisterwerke aus privaten Sammlungen und renommierten Museen, wie dem Musée d’Orsay in Paris, dem japanischen Pola Museum of Art, dem Metropolitan Museum in New York und dem Art Institute in Chicago. Während der Führungen in zwei Gruppen brachten uns die beiden Kunsthistorikerinnen die Veränderungen in der Malerei Monets näher. Nach dem Tod seiner Frau Camille war für den Maler die Phase der rein impressionistischen objektiven Darstellungen weitestgehend beendet. Es begann für ihn eine Neuorientierung, bei der er sich zunehmend der Darstellung von Lichteinflüssen und Stimmungen widmete.

Claude Monet, Waterloo Bridge, 1903

Dieses Motiv der Londoner Waterloo-Bridge zeigte die Ausstellung in drei Variationen, bis hin zum Nebelbild. Die Wiederholung seiner Motive durch Spiegelungen und Schatten ändert sich bis hin zu abstrakten Formen.

Claude Monet, Spiegelungen

Nach gut zwei Stunden intensiven Betrachtens bestand noch Gelegenheit die Privatsammlung des Ehepaares Beyeler zu genießen oder zum Mittagessen im Café und Restaurant des Museums – mit Aussicht auf den berühmten Berower Park mit Skulpturen von Alexander Calder, Elsworth Kelly und Thomas Schütte.

Dann fuhren wir mit dem Bus in die Innenstadt von Basel. Am Theaterplatz und dem Tinguely-Brunnen trafen wir unsere beiden Stadtführer.

Basel, Fasnachtsbrunnen von Jean Tinguely

Während des Spaziergangs durch Basel sahen wir die interessantesten Kunstwerke in der Stadt: Richard Serra, Jonathan Borofsky, Jean Tinguely oder Paplo Picasso sind nur einige der Künstler, die das Stadtbild mit ihren Werken bereichern. Dieser Rundweg führte durch die Altstadt, zum Rathaus und hoch auf den Münsterplatz.

Basel, Teilnehmer vor dem Rathaus

Nach der Besichtigung des Münsters endeten die Führungen an der Baseler Kunsthalle. Für den Besuch dieses Museums war jedoch die Zeit zu knapp. So ruhten sich viele bei einem Kaffee aus oder machten einen kleinen Bummel. Um 18.30 Uhr begann die Rückfahrt nach Schallstadt-Mengen, wo uns am Abend ein Candellight-Dinner erwartete.

3. Tag, Freitag: Freiburg im Breisgau
Nach Frühstück und Kofferverladung fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein nach Freiburg. Am Karlsplatz trafen wir unsere beiden Stadtführerinnen, die uns bei einem eineinhalbstündigen Rundgang einen Überblick über die Innenstadt rund um das Münster boten.

Freiburg, Blick aufs Münster

Im Münster endeten dann auch die Führungen und alle strömten auf den tollen Markt rund um die Kirche aus. Bis um 15 Uhr war Freizeit für Einkäufe, Museumsbesuche und Stärkung in einem der vielen Straßenlokale. Pünktlich waren alle im Bus, aber kaum auf der Autobahn staute es sich – Wochenendverkehr und Unfälle – sodass wir erst gegen 20.45 Uhr wieder in Koblenz eintrafen.

Termin: Mittwoch, 5. April 2017
Abfahrt: 7.00 Uhr, Koblenz, Reisebusbahnhof
Rückkunft: Freitag, 7. April 2017, gegen 19.00 Uhr
Preis: Mitglieder: 316,00 € p.P. im DZ; Gäste: 340,00 € p.P. im DZ
EZ-Zuschlag: 30,00 €
Reiseleitung: Elke Arenz, Jürgen Zahren

Leistungen:

  • Fahrt mit modernem Fernreisebus
  • 2 ÜHP im 3-Sterne Superior Hotel Alemannenhof in Schallstadt-Mengen bei Freiburg
  • Mittagessen im Personalrestaurant des Vitra-Design-Museums
  • Architektenführung und Eintritt im Vitra Design-Museum
  • Eintritt Monet-Ausstellung in der Fondation Beyeler
  • Stadtführungen in Basel und Freiburg

Text und Fotos: Elke Arenz

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