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Glockenwelt Burg Greifenstein und Schloss Braunfels

Geopark Westerwald-Lahn-Taunus
Samstag, 13. Mai 2017

Als weitere Geopunkte im Nationalen Geopark Westerwald-Lahn-Taunus besuchten wir die Burg Greifenstein im hessischen Westerwald und das Schloss Braunfels, die beide auf Basaltkegeln ehemaliger Vulkane erbaut wurden. Leider war die Resonanz auf die Ausschreibung nicht allzu stark, jedoch konnten nach Werbung in Limburg - beim Verein für Nassauische Altertumskunde und dem Taunusklub - zusätzliche Teilnehmer gewonnen werden. Die 13 Teilnehmer aus Koblenz und weitere zehn Gäste aus Limburg erlebten einen schönen Frühlingstag und zwei interessante Ziele.

Burg Greifenstein

Im Westerwald bot die Höhenburg Greifenstein eine spektakuläre Aussicht ins Dilltal und bis weit in den Taunus hinein. Charakteristisch für die Burgruine sind die Doppeltürme sowie die Doppelkapelle mit geheimnisvollen Kasematten und darüber die Barockkirche mit ihren reichen Stuckaturen.

Die evang. Barockkirche auf Burg Greifenstein

Die Katharinenkapelle

Vor allem aber wartete im Bollwerk (Geschützturm) ein spannender Rundgang durch die in ihrer Art bedeutendste Glockensammlung Deutschlands mit berühmten Glocken aus aller Welt. Ein Jahrtausend Glockengeschichte und unterschiedlichste Glockenfunktionen der über 100 Glocken wollten entdeckt werden bzw. war das "ausprobieren" ausdrücklich erwünscht.

Greifenstein: Glockenwelt

Anschließend fuhren wir weiter in das Fachwerkstädtchen Braunfels. Dort bestand zunächst Gelegenheit zum gemeinsamen Mittagessen im Gasthof Am Turm.

Braunfels, Marktplatz und Toranlage

Neben den reich verzierten und aufwendig restaurierten Fachwerkhäusern zeichnet sich Braunfels vor allem durch das im Jahre 1246 erstmals als Castellum Bruninvels erwähnte Schloss aus. Das auf der Spitze eines Basaltfelsens gelegene Schloss befindet sich seit über 700 Jahren im Familienbesitz der Grafen und späteren Fürsten zu Solms-Braunfels, die sich auch im Bereich des Bergbaus und der Verhüttung engagierten, wie eine Info-Tafel des Geoparks zeigt:

Geopark: Infos zur Bergbaugeschichte

Heute befinden sich das Schloss und die Ländereien im Familienbesitz der Grafen von Oppersdorff zu Solms-Braunfels. Die aus einer Burg entstandene Anlage erfuhr durch ihre baufreudigen Besitzer immer weitere Um- und Ausbauten und ist nach dem Brand 1679 wiederaufgebaut worden.

Braunfels, Burganlage (1840 bis 1880)

Fürst Ferdinand ließ um 1840 die neogotischen Umgestaltungen und Restaurierungen vornehmen, um 1880 entstanden im Auftrag von Fürst Georg ein zweiter Bergfried (Hintergrund) sowie Anbauten von Erkern und kleinen Türmen im Stil des Historismus.

Braunfels, Gruppe im Schlosshof

Die ereignisreiche Geschichte des Schlosses und der Familie wurde uns in einer sehr lebendigen Führung von Andrea Kumlehn vermittelt. Vor der Rückfahrt bestand noch Gelegenheit für eine Kaffeepause oder ein Eis.

Termin: Samstag, 13. Mai 2017
Abfahrt
: 8.15 Uhr, Koblenz, Reisebusbahnhof;
9.00 Uhr, Limburg, Schiede
Rückkunft: gegen 18.30 Uhr
Preis: Mitglieder: 33,00 €, Gäste: 36,00 €
Leistungen: Busfahrt, Führung
Leitung: Marianne Blatt

Bericht und Fotos: Hans-Peter Günther

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