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Frankfurt – Monet im Städel und das Goethehaus

Donnerstag, 19. März 2015

Fast schon Tradition sind unsere Besuche in der ehemaligen Freien Reichsstadt Frankfurt. Erstes Ziel der 47 Teilnehmer war die Ausstellung über den französischen Impressionisten Claude Monet, mit der das Städel seinen Veranstaltungsreigen 2015 anlässlich seines 200-jährigen Bestehens eröffnete. Diese Ausstellung - mit Exponaten aus internationalen Museen - wird ausschließlich in Frankfurt gezeigt.

C. Monet, Das Mittagessen; © Städel, U. Edelmann, Artothek

Im Anschluss an unseren Besuch der Pissaro-Ausstellung in Wuppertal sahen wir 80 Meisterwerke von Monet und seinen Künstlerkollegen Èdouard Manet, Berthe Morisot, Edgar Degas, Auguste Renoir und Camille Pissarro. Monet malte bis Ende der 1860er Jahre naturalistische Bilder und wandte sich dann dem Impressionismus zu, so dass er sich vom durch die damaligen traditionellen Kunstakademien geprägten Zeitgeschmack entfernte. Auf einer ersten Gruppenausstellung zeigte Monet sein Bild Impression – Sonnenaufgang, wonach die Künstlergruppe den ursprünglich als Spottnamen verwendete Bezeichnung Impressionisten erhielt. Erst allmählich besserte sich durch zunehmende Verkäufe seine finanzielle Lage. So erwarb er das Haus in Giverny, wo seine berühmten Seerosenbilder entstanden.

Während einer gut eineinhalbstündigen fundierten Führung brachten Frau Maria Reith-Degert und Herr Daniel Schierke beiden Gruppen das Leben und das Werk Monets näher. Anschließend blieben einige Teilnehmer noch im Städel mit seiner reichhaltigen Bildervielfalt.

Frankfurt, Skyline vom Mainufer

Bei schönem Wetter konnte man sich zu einem Stadtbummel aufmachen, die Vielfalt des Angebots in der Kleinmarkthalle bewundern oder die für manche in Frankfurt zum Muss gehörende „Grüne Soße“ - als Beigabe zu hartgekochten Eiern oder Tafelspitz - probieren.

Nachmittags schloss sich eine Führung durch das Goethe-Haus im Großen Hirschgraben unweit der Paulskirche an. In zwei Gruppen zeigten uns Dr. Doris Schumacher und Ernesto Leinert das ehemalige Wohnhaus von Goethe. Museum und Sammlung werden vom Freien Deutsche Hochstift, einem der ältesten Kulturinstitute Deutschlands und gemeinnützige Forschungsinstitution, getragen. Das im 2. Weltkrieg fast total zerstörte Haus wurde originalgetreu wieder aufgebaut; viele der Bilder und Möbel waren klugerweise 1943 ausgelagert worden und blieben erhalten.

Gruppe vor dem Goethehaus

Auch unbekannte Details wurden erwähnt. So stellte unsere Führerin klar, dass die berühmte grüne Soße keineswegs von Goethes Mutter Frau Aja erfunden wurde, sondern erst viel später, nach ihrem Tod. Und gespart wurde trotz Reichtums auch: so erhielt Goethes 1750 geborene Schwester Cornelia nach dem erhaltenen Haushaltsbuch an einem ihrer Geburtstage als Geschenk eine Brezel! Am Rande wurden auch Goethes Amouren erwähnt. Bis er Christiane Vulpius fand, hatte er eigentlich immer Pech; man denke an Charlotte Buff aus Wetzlar oder Friederike Brion aus dem elsässischen Sesenheim.

Nach dem Besuch des Goethehauses bestand noch Gelegenheit zum Einkauf auf der „Zeil“ oder in der „Fressgass“, zu einem Kaffee oder einem Glas „Äppelwoi“ in einem der zahlreichen, angesichts des schönen Wetters geöffneten Straßenlokale.

Termin: Donnerstag, 19. März 2015
Abfahrt:
7.30 Uhr, Koblenz, Reisebusbahnhof
Rückkunft: gegen 20.00 Uhr
Preis: Mitglieder: 39,00 €, Gäste: 41,00 €
Leistungen: Busfahrt, Eintritt und Führungen
Leitung: Hans-Jürgen Wenzel

Bericht: Hans-Jürgen Wenzel, Fotos: Anke Falkenstett

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