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Baden-Baden: Die Pracht der Farben

Emil-Nolde-Ausstellung im Frieder Burda-Museum
Samstag, 7. September 2013

Als zusätzliche Tagesexkursion haben wir auf Anregung von Frau Falkenstett eine Fahrt in die Bäder- und Kulturstadt Baden-Baden – mit Besuch der Nolde-Ausstellung im Frieder Burda-Museum – aufgenommen. Das Interesse war groß und es hatten sich sehr schnell 40 Teilnehmer angemeldet, darunter ein Drittel Gäste.
Wir starteten pünktlich um 7.30 Uhr vom Reisebusbahnhof Koblenz, da wir für den Vormittag eine Stadtführung durch das Kur-, Altstadt- und Bäderviertel von Baden-Baden angemeldet hatten. Die beiden Gästeführer erwarteten uns schon, so dass wir mit zwei Gruppen den 1,5 stündigen Rundgang bei inzwischen sonnig-heiterem Wetter beginnen konnten.

Baden-Baden, Gruppe bei Stadtführung

Zunächst versetzten wir uns in die Zeit des 19. Jh., als Baden-Baden als „Sommerhauptstadt Europas“ galt und illustre Gäste, wie Kaiser, Könige, Maler, Musiker und Schriftsteller in der mondänen Kurstadt mit der berühmten Lichtentaler Allee weilten.

Baden-Baden, 2. Gruppe bei Stadtführung

Vorbei am Theater am Goetheplatz gelangten wir zum Kurhaus, das nach den Plänen des badischen Oberbaudirektors Friedrich Weinbrenner erbaut wurde. Es wurde mehrmals umgebaut und im rechten Flügel befindet sich die älteste und wohl größte Spielbank Deutschlands. Als 1831 in Paris die dortigen Spielbanken geschlossen wurden, siedelte die französische Unternehmerfamilie Benazet nach Baden-Baden; ein Glücksfall für die Stadt, entwickelte sich die Familie in der Folgezeit doch zu deren größtem Mäzen.
Wenige Schritte vom Kurhaus entfernt befindet sich die Trinkhalle, ein Monumentalbau im romanischen Stil. Leider ist es nach den Trinkwasser-Bestimmungen der EU nicht mehr erlaubt, Kostproben von den verschiedenen Quellen zu entnehmen.
Über die Oos gelangten wir in den pittoresken Altstadtbereich Baden-Badens mit seinen Treppen und Winkeln bis hinauf zur katholischen Stiftskirche am Marktplatz mit den Grabdenkmälern der badischen Markgrafen. Der Kurbetrieb im sich anschließenden Bäderviertel wird städtebaulich geprägt durch den langgestreckten Renaissancebau des Friedrichsbades sowie die benachbarten Caracalla-Thermen. Der Rundgang endete bei den römischen Badruinen, die zugleich den Ursprung der Stadt bildeten.

Nach der Führung war Gelegenheit zum Mittagessen, das dank der unterdessen zunehmend sommerlichen Temperaturen von den meisten in einer der vielen einladenden Gaststätten im Freien eingenommen wurde.

Zur Homepage: Frieder Burda Museum(Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie auf die Internetseite des Museums)

Am Nachmittag widmeten wir uns der Emil Nolde-Ausstellung „Die Pracht der Farben“. Um 14.30 Uhr erwartete man uns – im 2004 eröffneten und vom New Yorker Stararchitekten Richard Meier entworfenen – Frieder-Burda Museum. Trotz der drangvollen Enge nahmen sich unsere beiden Führer viel Zeit die Gemälde von Emil Nolde, die in den hellen Räumen mit ihren begehbaren offenen Rampen besonders farbintensiv wirkten, von den Anfängen bis zum Spätwerk ausführlich zu erläutern. In Audio- und Filmbeiträgen des SWR erhalten Sie einen Eindruck von der sehenswerten Ausstellung.

Baden-Baden: Frieder Burda Museum

Danach blieb noch eine gute Stunde Zeit, sei es um noch länger im Museum zu verweilen, sei es um in der Nachmittagssonne in den Parkanlagen Kaffee zu trinken oder durch die bereits erwähnte Lichtentaler Allee zu spazieren.

Baden-Baden, Kunst in der Lichtentaler Allee

Wie immer fanden sich alle pünktlich zur Abfahrt des Busses ein und trafen, nach einer ruhigen Rückfahrt, wohlbehalten und mit vielen neuen Eindrücken gegen 20.00 Uhr wieder in Koblenz ein.

Termin: Samstag, 7. September 2013
Abfahrt:
7.30 Uhr Koblenz, Reisebusbahnhof (Sparda-Bank)
Rückkunft: gegen 19.30 Uhr
Preis: Mitglieder: 37 Euro; Gäste: 39 Euro
Leistungen: Busfahrt, Stadtführung, Museumsführung, Eintritt

Leitung und Bericht: Anke Falkenstett

 

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