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Stadt Kaub am Rhein und Pfalzgrafenstein

Meisterwerke der Region
Samstag, 13. April 2013

Mit 25 erwartungsvollen Teilnehmern begann die Tagesfahrt nach Kaub am Koblenzer Hauptbahnhof. Pünktlich fuhr der moderne Triebwagen der VIAS ein. Beeinträchtigt wurde die Fahrt leider durch grölende Horden von Fußballfans, die nach Frankfurt unterwegs waren und uns mit ihren lauten Schlachtgesängen eine Unterhaltung fast unmöglich machten.
Am Bahnhof in Kaub erwartete uns Gästeführer Franz Rischen, der nach der Begrüßung mit seinen umfassenden Erläuterungen zur Geschichte des Städtchens begann.

Kaub, Stadtführung mit Herrn Rischen

Zum Rundgang gehörte auch ein Besuch des am Rhein gelegenen Lotsenmuseums. Dort wusste ein ehemaliger Lotse viel aus früherer Zeit zu erzählen; immerhin war Kaub die größte Lotsenstation am Rhein.

Kaub: ein Lotse mit viel Erfahrung

Danach setzten wir den Rundweg fort und waren erstaunt über die verwinkelten und engen Gassen mit der teilweise noch erhaltenen mittelalterlichen Stadtmauer. Ebenso sehenswert ist die Doppelkirche am Marktplatz. Sie wird sowohl von der katholischen als auch der evangelischen Gemeinde genutzt, wenn auch eine Wand im Innern die beiden Konfessionen trennt.
Da das Blüchermuseum aufgrund der Renovierungen noch bis Pfingsten geschlossen ist, konnten wir uns lediglich von den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen im ehemaligen Gasthaus „Stadt Mannheim“ ein Bild machen. Hier hatte sich seinerzeit das Hauptquartier des Generalfeldmarschalls Blücher befunden, als er vor 200 Jahren in der Neujahrsnacht 1813/14 mit 50.000 Soldaten und 15.000 Pferden - mit Hilfe der Kauber Schifferkähne und einer beim Pfalzgrafenstein geschlagenen Pontonbrücke - den Rhein überquerte.

Kaub, Blücher-Denkmal

Davon zeugt auch das Blücherdenkmal von Bildhauer Friedrich Schaper aus Berlin, das vor 100 Jahren aufgestellt wurde. In der erst vor zwei Jahren eröffneten Rheinsteig-Jugendherberge konnten wir uns bei einem einfachen, aber schmackhaften Essen stärken.

Um 14 Uhr brachte uns die Fähre hinüber zur kleinen Insel Falkenau mit seiner ehemaligen Zollburg Pfalzgrafenstein aus dem 14. Jh. Dort nahmen wir uns ausgiebig Zeit, um die - einem stromaufwärts fahrenden, schnittigen Schiff nachempfundene - Burg kennen zu lernen.

Kaub, Sonnenbad am Bahnhof

Danach blieb noch Gelegenheit für eine Tasse Kaffee im Ort, ehe wir dann nun endlich in der Sonne sitzend am Kauber Bahnhof auf den Zug warteten. Dieses Mal hatten wir eine ruhige Rückfahrt, so dass die Gruppe in Koblenz wohlbehalten ankam.

Termin: Samstag, 13. April 2013
Abfahrt
: 8.54 Uhr Koblenz Hbf
Rückkunft: gegen 18.00 Uhr
Preis: Mitglieder: 20,00 €; Gäste: 22,00 €
Leistungen: Bahnfahrt, Führungen, Eintrittsgeld, Fähre

Leitung und Bericht: Anke Falkenstett

 

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