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Karneval in Wien

5-tägige Kultur- und Studienreise
vom 20. bis 24. Februar 2009

 

34 Fahrtteilnehmer brachen am Freitag (20. Februar) früh bei kühlen Temperaturen zur Karnevalsreise nach Wien auf. Sie stand unter Leitung unserer Vorstandsmitglieder Elke Arenz und Heinz Bergins. Einen Vorgeschmack auf den tiefen Winter in Wien genossen wir ab Linz, als wir auf der Westautobahn insbesondere durch den Wiener Wald in dichtem Schneetreiben nur langsam vorankamen.

Winter im Wienerwald

Ein beinahe fürstlich zu nennendes Abendessen in unserem Quartier - Hotel Stefanie in der Taborgasse entschädigte uns: Tafelspitz-Sülze, Frittatensuppe, Schweinerückenschnitzel, Apfelstrudl.

2. Tag, Samstag, 21. Feb.: Wiener Jugendstil
Nach einem reichhaltigen Frühstück zeigte uns unser Führer Helmut Hans Varna sachkundig zunächst Beispiele des Wiener Jugendstils. Am Anfang stand die eindrucksvolle, aber leider eisgekühlte, Jugendstil-Kirche St. Leopold im Otto-Wagner-Spital am Steinhof.

Jugendstilfenster

Eine Rundfahrt durch den Winterwald zum Kahlenberg und zum Cobenzl mit seiner Aussicht bot Gelegenheit, sich im Bus wieder ein wenig aufzuwärmen. Auf der Rückfahrt durfte ein Hinweis auf die mitten ins Wohngebiet gesetzte, vom Künstler Hundertwasser "aufgehübschte" Müllverbrennungsanlage nicht fehlen.

Wiener Secession

Ein Spaziergang führte uns zum bekanntesten Wiener Jugendstilbau, die Secession (wegen des Dachaufbaues "Goldenes Krauthappel" genannt) mit dem berühmten Beethoven-Fries von Gustav Klimt, zu den Stadtbahnpavillons des bekannten Wiener Jugendstil-Architekten Otto Wagner, zur benachbarten Karlskirche, einem imposanten Bau des kaiserlichen Barock aus dem frühen 18. Jahrhunderts.

Stadtführung in Wien

An interessanten Jugendstilhäusern vorbei gingen wir weiter zum Gebäude der Wiener Postsparkasse mit ihrer wegweisenden modernen Architektur.

Der Tag klang aus im Heurigen-Lokal "Alter Bach-Hengl" in Grinzing. Zum rustikalen gemischten Fleischplatte fehlten weder der österreichische Wein: Grüner Veltliner, Chadonnay, Welschriesling, Zierfandler oder Blaufränkisch, noch die obligatorische "Schramml-Musik", dargeboten von Ungarn aus der Slowakei.

3. Tag, Sonntag, 22. Feb.: Welthauptstadt der Musik
Der Sonntag begann mit einem abwechslungsreichen Rundgang durch die Wiener Altstadt auf den Spuren berühmter Musiker. Wir sahen unter anderem Orte, an denen Haydn seine ersten Erfolge feierte, Mozart seine Constanze entführte und Beethovens Eroica zum ersten Mal erklang. Vom kühlen Wetter erholten wir uns bei Kaffee und Wiener Süßigkeiten beim K.u.K. Hofzuckerbäcker L. Heiner.

Hofzuckerbäcker

Anschließend ein "Muss" in Wien: eine Führung durch die Oper, die rund 2300 Sitzplätze bietet. Wir konnten auf der Bühne die Vorbereitung zum Ballett »Giselle« beobachten. Am Nachmittag besuchten wir die barocke Schloßanlage Belvedere, einst Sommerresidenz des berühmten Feldherrn und Kunstliebhabers Prinz Eugen. Die Sammlungen spannen einen Bogen vom Mittelalter über das Barock und das Biedermeier bis zur zeitgenössischen Kunst. Das Museum besitzt die größte Klimt-Gemäldesammlung der Welt.

Gemälde von Mucha

Im "unteren Belvedere" war eine Ausstellung dem 1939 nach Gestapo-Haft verstorbenen tschechischen Jugendstil-Künstler Alfons Mucha gewidmet. Am Nachmittag erwartete uns im Stift Klosterneuburg eine Führung in der Stiftskirche mit ihren zahlreichen Deckenfresken, dem mittelalterlichen Kreuzgang und dem kostbarsten Schatz des Stiftes, den Verduner Altar.

Verduner Altar

Ein gemeinsames Abendessen im Restaurant des Stiftes schloss den Tag mit dem Wiener Nationalgericht, dem Wiener Schnitzel, ab. Die Heimreise führte uns durch die tief verschneite Donaulandschaft ins Hotel Stefanie zurück.

4. Tag, Montag, 23. Feb.: Albertina
Am Rosenmontag besuchten wir die im historischen Herzen Wiens gelegene Albertina, ein ehemaliges habsburgisches Wohnpalais. Die 18 originalgetreu renovierten Prunkräume zählen zu den kostbarsten Beispielen klassizistischer Baukunst. Die Albertina beherbergt eine Dauerausstellung der klassischen Moderne von Monet bis Picasso und über die Kunst des deutschen Expressionismus aus der Sammlung Batliner. Eine etwa eineinhalbstündige Führung verschaffte uns vertiefende Kenntnisse zu den Hauptwerken. Nachmittag und Abend standen zur freien Verfügung. Die Auswahl fiel bei dem großen Angebot schwer: ob Stephansdom mit einem Besuch der "Pummerin", der größten Glocke Wiens, dem Kunsthistorischen Museum, der Hofburg mit dem Sisi-Museum, dem Palais Lichtenstein oder schlicht einem Einkaufsbummel mit abschließendem Besuch des Café Demel oder des Café Sacher - letzteres an diesem Tage fest in der Hand japanischer Touristen, die dort Tee(!) tranken.

5. Tag, Dienstag, 24. Feb.: Rückfahrt nach Koblenz
Am Faschingsdienstag ging es zurück nach Koblenz. Einige schienen über den etwa ab Heilbronn/ Mannheim dünner werdenden und in Koblenz gänzlich fehlenden Schnee enttäuscht zu sein.

 

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