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Kunst und Kultur in der Wachau

8-tägige Kultur- und Studienreise
vom 17. bis 24. Mai 2020
- Bei Einzelzimmern besteht eine Warteliste -

Die Wachau gilt als eine der schönsten Natur- und Kulturlandschaften weltweit. Bereits 1955 wurde sie zum Landschaftsschutzgebiet erklärt und im Jahre 2000 in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen. Das international renommierte Reisemagazin „National Geographic Traveler Magazin" kürte sie 2008 zu einem der besten Reiseziele auf der Welt. Dies wird schon dadurch belegt, dass wir bei unserer Studienfahrt mehr als zehn kulturelle Sehenswürdigkeiten erleben werden. Wir wohnen im 4-Sterne Landhotel Wachau in Emmersdorf, dem westlichen Tor zur Wachau, direkt gegenüber dem imposanten Benediktinerstift Melk. Von diesem günstigen Ausgangspunkt starten wir unsere Entdeckungsreisen in die Wachau.

Stift Melk © Niederösterreich-Werbung / Michael Liebert, Werbefotograf

1. Tag, Sonntag: Anreise nach Emmersdorf
Anreise über Passau und Linz. Begrüßung mit einem Glas Wachauer Wein. Abendessen im Hotel.

2. Tag, Montag: Melk, Schloss Artstetten, Maria Taferl
Wir beginnen mit der Besichtigung von Emmersdorf. Im historischen Ortskern beeindrucken die spätgotische Pfarrkirche St. Nikolaus, Schloss Rothenhof, Weinhauerhäuser aus dem 16. Jh. und das 500 Jahre alte Gewölbe des Gemeindeamtes. Besuchenswert ist auch das „Kramurigwölb" im Heimatmuseum, in dem über 2000 Exponate aus dem 17. bis 19. Jh. zu sehen sind.
Fahrt nach Melk. Wir lernen das schöne Städtchen mit seinem Hauptplatz, der Pfarrkirche und der „Alten Post", dem schönsten Posthaus Österreichs kennen. Weiter geht es zum Benediktinerkloster Stift Melk. Es zählt zu den großartigsten Klosteranlagen Europas, eine Glanzleistung des österreichischen Barocks. Baumeister der 320 m langen Anlage war Jacob Prandtauer. Gelegenheit zum Mittagessen. Weiterfahrt zum Schloss Artstetten, das hoch über der Donau inmitten eines verträumten Parks liegt. Hier wird das Andenken an Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand bewahrt. Die einstige Sommerresidenz der kaiserlichen Familie lockt mit interessanten Ausstellungen und einem weitläufigen Park.
Wallfahrtskirche Maria Taferl © Bwag/Wikimedia [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]Weiter geht es nach Maria Taferl, dem bedeutendsten Wallfahrtsort Niederösterreichs. Hoch über dem Donautal gelegen, bietet Maria Taferl einen einzigartigen Panoramablick bis zu den Alpen. In der barocken Basilika haben sich u.a. Barockbaumeister Jakob Prandtauer sowie der berühmte „Kremser Schmidt" eindrucksvoll verewigt. Das Herzstück der Wallfahrtskapelle ist der barocke Hochaltar, der in den Jahren 1732–39 entstand.
Nach der Rückfahrt kleine Weinprobe und Abendessen im Hotel.

3. Tag, Dienstag: Burgruine Aggstein, Göttweig
Fahrt zur Burgruine Aggstein, dem bekanntesten Bauwerk am Südufer der Donau in der Wachau. Wie ein Falkennest hockt die ehemalige Festung hoch über dem Donautal. Unser Reiseleiter wird uns bei einer Führung in die Welt des Mittelalters versetzen und mit der Erzählung der Legende des Raubritters Scheck vom Wald ins Gruseln bringen. Weiterfahrt zum Benediktinerstift Göttweig, das in 422 m Seehöhe am östlichen Rand des Donautales der Wachau thront. Seit 2001 Weltkulturerbe ist es ein spirituelles Zentrum im Herzen Niederösterreichs, getragen von einer Gemeinschaft von ca. 45 Mönchen. Das Kloster – aufgrund seiner großartigen Berglage auch das „Österreichische Montecassino" genannt – wurde 1083 als Kloster für eine Kanoniker-Gemeinschaft gegründet, die nach den Augustinus-Regeln lebte. Nach einem verheerenden Brand wurde 1720 der barocke Neubau des Stiftes notwendig.
Im Museum im Kaisertrakt erlebt der Besucher die barocke Pracht wie z.B. die monumentale Kaiserstiege mit dem Deckenfresko von Paul Troger. Sie zählt zu den schönsten und größten barocken Treppenhäusern Europas.
Im Stiftsrestaurant Göttweig nehmen wir ein Mittagessen mit Spezialitäten aus der Region ein. Von der Aussichtsterrasse bietet sich ein einmaliger Panoramablick in das Donautal und die Wachau. Steiner Tor, Krems an der Donau © Bwag/Wikimedia [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]Weiter geht es in die Stadt Krems, die eine Fülle alter Bürgerhäuser von der Gotik bis zum Biedermeier aufweist. Neben der einzigartigen Altstadt ist vor allem die Kunstmeile mit der Kunsthalle Krems und dem Karikaturmuseum sehenswert. Wir besuchen gemeinsam das Museum Krems im ehemaligen Dominikanerkloster, das umfangreiche Sammlungen u.a. eine Auswahl an Wachaugemälden des Malers Martin Johann Schmitt, genannt Kremser Schmidt, enthält. Gelegenheit zum Besuch des Karikaturmuseums.
Rückfahrt und Abendessen im Hotel.

4. Tag, Mittwoch: Kamptal
Fahrt durch das Kamptal, eines der romantischten Flusstäler Niederösterreichs. Wir erreichen zunächst das mächtige Renaissanceschloss Rosenburg, das auf einem hohen Felsen über dem Kamptal thront. Es besitzt den größten Turnierhof Europas. Die Mittagspause legen wir in dem kleinen Städtchen Horn ein. Weiterfahrt zur Benediktinerabtei Stift Altenburg. Das Barockjuwel des Waldviertels beinhaltet reichen Freskenschmuck des Südtiroler Malers Paul Troger. Archäologische Grabungen legten das „Kloster unter dem Kloster" mit Resten der mittelalterlichen Anlage frei, die unter dem barocken Prunkbau verborgen lagen. Bei unserer Rückfahrt lernen wir noch das Weingut der Winzer Krems mit einer Führung durch das Gut und einer kleinen Weinprobe kennen. Abendessen im Hotel.

Schloss Rosenburg © Bwag/Wikimedia [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]

5. Tag, Donnerstag: Zur freien Verfügung
Zur freien Verfügung. Gelegenheit zur Fahrt nach Wien oder mit dem Schiff auf der Donau. Die Reiseleitung wird Ihnen Programmvorschläge unterbreiten.

6. Tag, Freitag: Venus von Willendorf, Dürnstein
Unser erstes Ziel ist die reizvolle, am linken Donauufer gelegene Gemeinde Aggsbach. Zur Berühmtheit gelangte der kleine Ort durch einen bedeutenden archäologischen Fund in der Ortschaft Willendorf. 1908 wurde die nur elf Zentimeter große Venus von Willendorf gefunden. Die kleine Statue war wahrscheinlich das Schönheitsideal einer ganzen Epoche der Menschheitsgeschichte. Das Original befindet sich im Naturhistorischen Museum in Wien. Wir dürfen die am Fundort 1,4 m hohe Statue bewundern und erfahren im „Venusium" Wissenswertes über die Ausgrabungsarbeiten. Weiter geht es nach Dürnstein.
Das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift Dürnstein gilt mit seinem markanten blau-weißen barocken Kirchturm als Wahrzeichen der Wachau. In der Altstadt formen Gotik, Renaissance und Barock ein unvergleichliches Stadtensemble. Vom Donauufer und dem „Malerwinkel", in dem früher die Landschaftsmaler ihre Staffeleien aufbauten, durch das „Traunergassl" führt der Weg bergan in den Hof und zur Kirche des Augustiner-Chorherrenstiftes, einem einzigartigen Barockjuwel. Bekannt ist Dürnstein auch durch seine Burg, in der einst der englische König Richard Löwenherz inhaftiert war. Für das üppige Lösegeld, das Herzog Leopold V. für die Freilassung des englischen Königs erhielt, wurde unter anderem die Wiener Neustadt gebaut. Gelegenheit zum Mittagessen. Weiterfahrt nach Krems und Besuch einer bekannten Marillendestillerie. Rückfahrt über Weisenkirchen, St. Michael und Spitz. Abendessen im Hotel.

7. Tag, Samstag: Schallaburg, Pöchlarn
Wir fahren zum Renaissanceschloss Schallaburg. Wo das Mostviertel an die Wachau grenzt, blickt von einer Hügelkuppe die Schallaburg weit in die umgebene Landschaft hinein. Das Kulturjuwel bietet mit seiner architektonisch einzigartigen Zusammensetzung und seinen jährlich wechselnden Ausstellungen eine Bühne für lebendige Zeitreisen zu fremden Kulturen. Die Tour im Rahmen einer Führung führt von der romanischen Wohnburg über die gotische Kapelle und den alten Waffensaal bis zum historischen Garten.
Weiterfahrt nach Pöchlarn, das „Kastell Arelape" der Römer. Der Sage nach hat Markgraf Rüdiger von Bechelaren, Lehensmann des Hunnenkönigs Attila, seine Tochter Dietlinde mit dem Wormser König Giselher an diesem Ort verlobt. Entlang des Donaudammes kann man vier Figuren der Sage sehen und hören. Das 1987 errichtet Nibelungendenkmal zeigt 16 Mosaikwappen mit wichtigen Handlungsorten aus dem Nibelungenlied. Wir besuchen das Oskar-Kokoschka-Haus, das Einblicke in das Leben und Werk des großen Expressionisten Dichters und Grafikers gibt, der 1886 in Pöchlarn geboren wurde. Anschließend überqueren wir die Donau und schauen uns noch interessante Kunstwerke an, die schwimmende Skulptur Erika des Schweizer Künstlers Max Buhlmann und die Spiegelskulptur des Künstlers Herbert Golser. Rückfahrt zum Hotel. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung.
Den Abend beschließen wir mit einem Heurigenabend im urigen Heurigen „Haferkast'n" im Schloss Luberegg.

8. Tag, Sonntag: Rückfahrt nach Koblenz


Termin: Sonntag, 17. Mai 2020
Abfahrt: 6.00 Uhr, Koblenz, Reisebusbahnhof (Sparda-Bank)
Rückkunft: Sonntag, 24. Mai 2020, gegen 20.00 Uhr
Preis:
Mitglieder: 1.022,00 € p.P. im DZ
Gäste: 1.037,00 € p.P. im DZ
EZ-Zuschlag: 105,00 €

Leistungen:
• Fahrt mit modernem Fernreisebus
• 7 ÜHP im 4-Sterne Landhotel Wachau in Emmersdorf
• Ganztägige örtliche Reiseleitung an fünf Tagen
• Führungen und Eintritte laut Programm
• Weinprobe im Hotel und bei Winzer Krems
• Mittagessen im Gasthof Stift Göttweig
• Reiseleitung durch Koblenzer Bildungsverein

Leitung: Hans-Jürgen Wenzel, Jürgen Zahren
Mindestteilnehmerzahl: 25 Personen
Hinweis: Bei EZ besteht eine Warteliste
(Stand: 06.12.2019)

Wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittskosten­versicherung
(30,00 € p.P. im DZ, 33,00 € im EZ bei 20 % Selbstbehalt, Stand Nov. 2019).

Programm- und Hoteländerungen vorbehalten.

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